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Wann: Samstag 19. September 2020, 20-22 Uhr

Wo: Im Wald (100 Meter über dem Rodelbahnziel)

Eintritt: 10 Euro (VVK auf ntry.at)

Sonst noch

  • Getränke bitte selber mitbringen
  • Mundnasenschutz einpacken, Abstand halten und den bereitgestellten Desinfektionsspray benutzen

Paul Plut präsentiert düsteren Dialekt-Gospel zwischen Fliegen und Fallen, Stillstand und Ekstase, Tanz und Tod. Zehn „Lieder vom Tanzen und Sterben“ bilden den finsteren Reigen, der stetig in den Abgrund führt.

„Es braucht Überwindung, in diese alte Erinnerungskiste zu klettern”

Auf dem Debüt bearbeitet Plut erstmals seine beiden Suizidversuche vor dem Gebirgsmassiv seiner Heimat Ramsau am Dachstein. Onkel und Großvater verunglückten in den Bergen. „Meine Großmutter hat eine dieser Faschingskisten. Die besteht hauptsächlich aus alten Sachen vom Großvater. Kraxn, Janker, Bixn, so Zeug. Als Bub hab ich mich dann immer als alter Mann verkleidet. Heute braucht‘s Überwindung, in diese alte Erinnerungskiste zu klettern. Hat ein paar finstere Ecken. Und wenn du dich zu weit reinlehnst, dann klappt womöglich der Deckel hinter dir zu.”

Die Wöt is a Gräberföd

Neben Gitarre und Stompbox schichtet Plut in seinen Liedern eine Vielzahl an Feldaufnahmen. Fündig wurde er dafür in den Kirchen und Kellern seiner Heimat. So gibt im Gospel „Vota“ ein ächzender Beichtstuhl den Takt vor. Den dickfelligen Gangster-Psalm „Wer“ begleitet ein tropfender Heizkessel. Dem Trost der kollektiven Erfahrung – etwa in Form spiritueller Mantras in „Vota“ und „Klatsch“ – wirken immer wieder Kompositionen entgegen, die lyrisch und musikalisch mit beiden Händen fest am Wahnsinn kratzen. Insgesamt zehn Lieder zeichnen diese unter- und überbelichteten Bilder schattenweltlicher Landstriche, wie sie der Alpenländler aus seinen Fieberträumen kennt.

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