Warum Freibäder wichtig sind

Foto: Verena Nagl

Freibäder wie das Alpenbad Wattens sind mehr als Orte zum Schwimmen. Sie sind öffentliche Wohnzimmer des Sommers. Orte, an denen Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen zusammenkommen – unkompliziert, niederschwellig und über Generationen hinweg.

Hier lernen Kinder schwimmen. Jugendliche verbringen ganze Ferientage auf der Liegewiese. Menschen begegnen einander, bewegen sich, kühlen sich ab und genießen ein paar Stunden Auszeit. Und manchmal braucht es dafür nicht mehr als eine Badehose, ein Handtuch und den Mut, vom Fünfer zu springen.

Freibäder schaffen Freiräume, besonders für junge Menschen. Sie dürfen selbstständig sein, Freund:innen treffen, Grenzen ausloten. Und wer oben auf dem Sprungturm steht, lernt vielleicht auch etwas über sich selbst: Springe ich? Traue ich mich? Oder steige ich heute lieber wieder die Treppe hinunter?

Mit zunehmenden Hitzeperioden werden öffentlich zugängliche Wasser- und Grünräume noch wichtiger. Gleichzeitig ist das Alpenbad seit sieben Jahrzehnten Teil unserer Gemeinde und Region. Seine Stege und Liegewiesen, sein Unterwasserrestaurant und sein unverwechselbarer Sprungturm gehören zu unserem kollektiven Gedächtnis.

Der Wert eines Freibads lässt sich nicht nur in Besucherzahlen messen. Sondern auch in all dem, was dort passiert: Begegnungen, Mutproben, Langeweile, erste Lieben, Kunststücke, Bauchklatscher und unzählige Geschichten.

Seit 70 Jahren ist das 3,80er im Alpenbad Wattens Schauplatz solcher Geschichten. Und genau deshalb ist es mehr als nur ein Sprungturm.

Foto: Andreas Baumann